Stromtrasse wird neu geplant - Umstellung auf Erdkabel
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Quelle: HNA vom 01.08.2015

 

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Quelle: Westfalen-Blatt vom 29.07.2015

Pressemitteilung vom 13.07.2015

Wie geht´s weiter? – Landkreise der „Hamelner Erklärung“ besprechen das weitere Vorgehen
Nachdem der Klimagipfel am 2. Juli 2015 als phänomenaler Erfolg für das Aktionsbündnis der Landkreise der „Hamelner Erklärung“ verbucht werden konnte, stand bei der heutigen Veranstaltung in Hannovers „Haus der Region“ die Frage „Wie geht´s weiter?“ im Mittelpunkt.
Auch wenn inzwischen eine Kernforderung der „Hamelner Erklärung“, nämlich die Schaffung von gesetzlichen und tatsächlichen Möglichkeiten, die Belastungen insbesondere durch Erdverkabelung gering zu halten, erreicht werden konnte, ist die gemeinsame Arbeit keineswegs beendet.
Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels, Sprecher des Bündnisses der mehr als 20 Landkreise, bezeichnet den gemeinsamen Erfolg als ein „Lehrstück für gute Demokratie“, das letztlich zu einem bundespolitischen Umdenken geführt hat.
„Unsere nächste Aufgabe wird nun sein“, so Bartels weiter, „in die Diskussion des Gesetzentwurfs einzusteigen.“ Von besonderer Bedeutung wird die Formulierung des Vorrangs sein: Was ist der Regelfall und was sind die Ausnahmen für Freileitungen?
Darüber hinaus wird die künftige Methodik von Tennet unter Beobachtung stehen: Mit welcher Planungsmethode wird der Netzbetreiber, der mit der Trassenplanung praktisch wieder bei Null anfangen muss, arbeiten?
Zunächst bleibt jetzt abzuwarten, wie die Beratungen über die Gesetzgebung im Bundestag verlaufen. Bartels geht davon aus, dass noch in diesem Jahr eine neue Gesetzgrundlage geschaffen wird und erwartet im nächsten Jahr neue Planungen.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde der Kreis der Sprecher vergrößert: neben Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels als Sprecher und Friedel Heuwinkel, Lippes Landrat, als sein Stellvertreter wurden zwei weitere Stellvertreter gewählt: Höxters Landrat Friedhelm Spieker sowie Thomas Bold, Landrat von Bad Kissingen.

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Herausgeber: Landkreis Hameln-Pyrmont - der Landrat

Erdkabel statt Freileitungstrassen - Bürgerinitiative WarburgerLand begrüßt neue Pläne

 

Quelle: Westfalen-Blatt vom 10.07.2015

 

Die Höchstspannungs-Gleichstromtrasse SuedLink betrifft fünf Bundesländer, da sie in Nord-Süd-Richtung durch Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern geführt werden soll. Ursprünglich sollte dieses Infrastrukturprojekt als Freileitung ausgeführt werden.
Bei einer Sitzung des Koalitionsausschusses mit den Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD am 01.07.2015 wurde in Berlin beschlossen, dass den Erdkabeln bei Gleichstromtrassen – so auch beim SuedLink – Vorrang vor Freileitungen eingeräumt wird. Eingebracht wurde dieser Vorstoß in die Koalitions-Spitzenrunde von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). So soll die massive Kritik der betroffenen Bürger entlang der Trassen und insbesondere der CSU in Bayern ausgeräumt werden.
Die 9 Mitglieder der Erdkabel offensive SuedLink aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (BI Stromtrasse-Isernhagen-vor-Ort, BI Guemmer-Lohnde, BI Jeinsen –Höchstspannungsleitungen unter die Erde, BI Weserbergland, BI Falkenhagen, BI Lebenswertes Marienmünster, BI Bökendorf, BI Dalhausen, BI WarburgerLand) kämpfen seit dem 07. Februar 2015 gemeinsam für eine komplette Erdverkabelung des SuedLink. In diesem Rahmen haben wir durch viele Gespräche und Weitergabe von Informationen Einfluss auf Bundes- und Landespolitiker, Teile der Bundesregierung und relevante Bundesbehörden genommen.
Unsere Bemühungen wurden insbesondere von den örtlichen Bundestagsabgeordneten Dr. Maria Flachsbarth und Christian Haase (beide CDU), Dr. Matthias Miersch und Bernd Westphal (beide SPD) sowie vielen interessierten und engagierten Bürgern unterstützt. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist festzustellen, dass wir einen wesentlichen Teilerfolg errungen haben. Dies zeigt eindrucksvoll, dass sich persönlicher Einsatz lohnt und dass man mit bürgerschaftlichem Engagement eine Menge zum Nutzen für Deutschland und insbesondere für unsere jeweilige Region erreichen kann.
Die Bürgerinitiativen sehen ihre Arbeit jedoch noch nicht als beendet an. Weitere Treffen mit wichtigen Entscheidungsträgern sind bereits geplant. Wir werden beobachten, ob die dafür wichtigen Gesetze (EnLAG, NABEG; BBPlG) tatsächlich so verabschiedet und ob sie anschließend auch entsprechend umgesetzt werden.

Die EOS- Bürgerinitiativen treten nach wie vor für eine komplette Erdverkabelung des SuedLink ein. Dafür ist es erforderlich, dass das Planungsverfahren ganz neu gestartet wird, denn eine Erdverkabelung ist nach völlig anderen Maßstäben zu beurteilen.
Die Netzbetreiber sehen in der (jetzt notwendigen) Neuplanung der Höchstspannungsgleichstromtrassen massive Zeitverluste bei der Umsetzung der Energiewende. Daher sprechen sie sich gegen die komplette Erdverkabelung solcher Projekte aus. Diese Einwendungen weisen wir entschieden zurück! Denn im Falle des SuedLink gibt es bereits heute hohe Zeitverluste aufgrund der minderwertigen Antragsunterlagen seitens des Netzbetreibers TenneT. (Anmerkung: Der TenneT- Antrag bzgl. des SuedLink aus 12 / 2014 wurde von der Bundesnetzagentur in 02 / 2015 zurückgewiesen und bis heute nicht neu eingereicht.)
In diesem Zusammenhang sei noch einmal an die insgesamt sehr unprofessionelle Herangehensweise seitens TenneT bezüglich des SuedLink erinnert. Dies zeigte sich u. a. in den schlecht vorbereiteten und durchgeführten „Bürgerdialogen“ sowie dem intransparenten Vorgehen – auch gegenüber demokratisch gewählten kommunalen Instanzen.
Weiterhin ist zu beachten, dass eine Erdverkabelung aufgrund ihrer Vorzüge gegenüber einer Freileitung (wesentlich geringere gesundheitliche Gefahren durch deutlich gedämpfte magnetische Felder; kein gesundheitsschädlicher Koronaeffekt, denn elektrische Felder werden durch den Kabelmantel komplett abgeschirmt; keine Lärmbelästigung; keine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch Riesen-Strommasten von über 70 Meter Höhe; keine Gefahr für Vögel; keine Einbußen im Tourismus; geringere Entwertung von Grundbesitz; höhere Versorgungssicherheit, da keine Schäden an Strommasten durch Wettereinflüsse oder Terrorakte; schnellere Schadensbehebung am Kabel; höherer Entwicklungsstand aufgrund der Erfahrungen mit Seekabeln) zu deutlich geringerem Widerstand in der Bevölkerung führt. Dies kann dazu beitragen, ein neues Planungsverfahren viel schneller abzuwickeln.


Nähere Informationen unter: www.eos-netzwerk.de